Unsere pädagogischen Grundsätze

  • Kindzentriertes Denken und Handeln

    Die Kindzentrierung stellt eine besondere Haltung dem Kind gegenüber dar: jedes Kind wird grundsätzlich als handelndes, sinnhaftes Wesen gesehen, welches sich auf den Weg macht in diese Welt hineinzuwachsen. Es hat dabei einen eigenen Handlungsbedarf und eigene Ideen, um seine Umwelt zu erforschen. Hierfür ist nicht nur die lernanregende Umgebung wichtig, sondern auch die entsprechende Haltung der Erzieher/innen.

    Wir nehmen uns in der täglichen Arbeit der individuellen inneren Welt Ihres Kindes an, und nähern uns ihr ohne Bewertungen und frei von eigenen Interpretationen. Dabei pflegen wir den Dialog mit Ihrem Kind und vertrauen auf seine Kräfte und Ressourcen. Wir begegnen jedem Kind feinfühlig und liebevoll, mit Wertschätzung und Respekt und verstehen uns als „sichere Basis“ im Sinne einer Bindungsperson, eines „Möglichmachers“ und Dialogpartners.

    Durch diesen Perspektivenwechsel entsteht eine vertrauensvolle Beziehung, in der Ihr Kind spürt, dass es in seinen Wünschen und Anliegen ernst genommen wird. Dies ist auch die Voraussetzung dafür, dass Ihr Kind sich zu einer resilienten Persönlichkeit entwickeln kann, die sich emotional stabil und mit ausreichender Widerstandskraft selbst wirksam dem Leben stellt. Dieses Vertrauen fördert außerdem zugleich die Autonomie und Empathiefähigkeit des Kindes.

  • Bildung von Anfang an | Aktiv lernende Kinder

    Kinder haben eine angeborene Freude am Lernen und Entdecken. Sie sind neugierig, wissensdurstig, experimentierfreudig und begeisterungsfähig.

    Wir bieten Ihrem Kind die geeigneten Rahmenbedingungen, in denen es seine Umwelt als aktiv lernender Forscher mit allen Sinnen erkunden und sich die Kompetenzen erwerben kann, die es braucht.

    Mit Bildungsangeboten, wie z.B. Entenland, Theaterprojekt, Musikprojekte u.ä. fördern wir die kreative Entwicklung Ihres Kindes.

  • Erzieherpartnerschaft mit den Eltern

    Genauso wichtig wie die enge Beziehung zu den Kindern, ist uns auch ein partnerschaftliches, von Vertrauen geprägtes Verhältnis zu den Eltern.

    Wir wollen im Sinne einer Vereinbarkeit von Beruf und Familie Eltern und Kinder gleichermaßen unterstützen und legen hierbei Wert auf

    • Transparenz
    • Offenheit
    • Verständnis
    • gegenseitigen Respekt
    • Anerkennung der Erziehungsleistung
  • Freispiel

    Wie Maria Montessori schon beschrieb, ist das Freispiel eine natürliche Tätigkeit des Kindes. Es bildet eine wichtige Grundlage, um dem Leben auch später auf schöpferische Weise begegnen zu können.

    Das freie Spiel in einer entsprechend gestalteten und vorbereiteten Umgebung ist also gleichzusetzen mit Lernen. Unter „Freispiel“ verstehen wir alle Tätigkeiten in allen Räumen und Bereichen, bei denen das Kind das Material und die Tätigkeit frei wählen kann.

    Ihr Kind entscheidet selbst, was es spielen möchte, wo, wie lange und ob es dies mit anderen Kindern, mit einem Erwachsenen oder lieber alleine tun möchte.

    Neben dem Freispiel gibt es in den Einrichtungen selbstverständlich auch Projekte und vielfältige Angebote für Ihr Kind, in denen es gezielt in den unterschiedlichsten Bildungsbereichen gefördert wird.

  • Ästhetische Bildung

    Kinder nehmen von Geburt an ihre Umwelt über alle Sinne wahr und erforschen und untersuchen sie aktiv. Dabei machen sie erste ästhetische Erfahrungen. Das Erlebte dann in eine visualisierte Form zu bringen, es vielfältig und kreativ verarbeiten zu können, emotionale und sinnliche Erfahrungen dabei zu machen, zu phantasieren, zu spielen und zu gestalten, ist Inhalt ästhetischer Bildungsprozesse.

    Unser Ziel in der pädagogischen Arbeit ist es, Ihrem Kind vielfältige Möglichkeiten zu bieten, in denen es seine Neugier, Lust und Freude am schöpferischen Tun ausleben kann. Dabei erfährt es Selbstverwirklichung, Selbstvertrauen und Weltwissen in vielerlei Hinsicht. Ästhetischen Lernprozessen wird in unseren Kitas viel Raum gegeben.

  • Bilinguales Lernen

    Der spielerische Erwerb einer Fremdsprache vom frühen Kindesalter an begünstigt auch die weitere kognitive Entwicklung des Kindes. Deshalb bieten wir in unseren Einrichtungen in den Gruppen der 2-3 Jährigen, sowie im Kindergarten die Vermittlung einer 2. Fremdsprache (Englisch oder Französisch) nach dem sog. Immersions-Prinzip an.

    Diese Methode gilt weltweit als das erfolgreichste Sprachlehrverfahren und ist besonders kindgerecht. Sie ermöglicht den intensivsten Kontakt zur neuen Sprache, weil sie problemlos in den Alltag integriert werden kann. Das hat klare Vorteile: Die Kinder können so in einer neuen Sprache „baden“, ohne Zwang, diese auch sprechen zu müssen.

    Die Kinder können sich so ganz individuell entsprechend ihrem eigenen Tempo und Interesse mit der fremden Sprache vertraut machen, da diese permanent im Gruppenalltag präsent ist. Das gemeinsame Singen und der Einsatz von pädagogischem Material in der jeweiligen Fremdsprache unterstützen die Erzieherin und Kinder beim gemeinsamen „Lernen“ erster Wörter und Texte.

  • Wald- und Naturerfahrung

    Wöchentliche Waldausflüge und längere Projekte wie z.B. das Gartenland, führen die Kinder behutsam an die Themen Ökologie und Artenvielfalt, aber auch Naturwissenschaft und Umweltschutz heran. Die wöchentlichen Waldtage machen intensive Naturerlebnisse möglich.

    Der Wald als Erfahrungsraum bietet jedem Kind einen Rahmen, all seine Möglichkeiten auszuprobieren, seine motorischen Fähigkeiten zu schulen und gleichzeitig Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Im Wald, ohne vorgefertigtes Spielzeug, mit geheimnisvoll wirkenden Bäumen und ungewohnten Geräuschen wird die Fantasie und Kreativität der Kinder angeregt. Mit Neugier und Offenheit sammeln Kinder im Wald eine Fülle sinnlicher Erfahrungen: beim Tasten, Riechen, Hören und Fühlen.

    Die Aneignung mit allen Sinnen führt nicht nur zu einem anderen Eindruck der Lebenswelt, sondern auch zu einer differenzierteren eigenen Körperwahrnehmung. Das Sozialverhalten und der Gemeinschaftssinn in der Gruppe werden durch einen Aufenthalt im Wald ebenfalls positiv beeinflusst.

  • Portfolioarbeit und Beobachtung

    Die Entwicklung der Kinder zu dokumentieren, Bildungsprozessen auf die Spur zu kommen, sie zu sehen und aufzuzeigen, gehört ebenfalls zum Konzept unserer Einrichtungen dazu.

    Wir haben als Beobachter stets die Möglichkeit seinen Blick auf das Kind zu ändern, den Dialog zum Kind zu suchen und ggf. auch vom Kind zu lernen.

    Außerdem dienen die Beobachtungen auch als Grundlage für Elterngespräche und machen Ihnen die Qualität unserer pädagogischen Arbeit sichtbar. Der Entwicklungsordner wird von der Bezugserzieherin geführt und beinhaltet neben den (teilweise mit den Kindern gestalteten) Portfolios (Bilddokumentation) auch freie Beobachtungen und fortlaufende Entwicklungsdokumentation.

    Der Ordner wird am Ende der Kita-Zeit mit nach Hause genommen und nach unserer Erfahrung dort noch oft von den Kindern „durchstöbert“ und als wertvolles Andenken an die Kita-Zeit gepflegt.

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